Da gibt es keinen Kompromiss!

06.08.2016   

Das Kirchenfernsehen der Württembergischen Kirche hat aus Anlass des Christopher-Street-Day in Stuttgart einen Beitrag produziert, der die gegensätzlichen Überzeugungen innerhalb der Kirche zeigt. Pfarrer Martin Hirschmüller, der auch zum Vorstand der mit unserem Netzwerk verbundenen Pfarrerarbeitsgemeinschaft CONFESSIO gehört, bezieht darin klare Position. Die Gegenposition wird von einer Pfarrerin vertreten. Sie drängt auf eine Entscheidung der Landessynode in ihrem Sinne und damit auf eine Änderung der bisher in der Württembergischen Kirche geltenden Ablehnung der Segnung oder Trauung gleichgeschlechtlicher Paare.

 

Im diesem oder nächsten Jahr wird die Landessynode wohl beraten. Wird sie auch beschließen? Und was? Die Meinungen der Synodalen wurden von Journalisten schon mal erfragt. Der Ausgang einer eventuellen Abstimmung ist offen, obwohl in der Synode die Evangelikalen dank der direkten Wahl der Synode durch die Gemeindeglieder dort mehr Stimmen haben als in allen anderen Landeskirchen.

Wird man einen Kompromiss suchen? Die Verhandlungen der EKD-Synode zum Pfarrerdienstgesetz vor einiger Zeit endeten mit einem fatalen Kompromissbeschluss, dessen böse Folgen wir in den meisten Gliedkirchen der EKD erleben. Wenn wir nicht segnen können, was Gott nicht segnet, wie Pfarrer Martin Hirschmüller in dem Video mit Recht sagt, gibt es dann für eine Evangelische Kirche, die dem Wort Gottes treu bleibt, eine andere Möglichkeit, als die Segnung abzulehnen? Da gibt es keinen Kompromiss.

Hoffen wir, dass die württembergische Landessynode so entscheidet. Für alle Fälle sollten sich bekennende Christen in Schwaben vorsorglich darüber Gedanken machen, was sie tun, wenn es ihnen ergeht, wie ihren Glaubensgeschwistern in vielen anderen Landeskirchen, in denen Kirchenleitungen und Synoden gegen Gottes Wort entschieden haben. Gibt es in Württemberg auch eine Online-Petition derer, die für eine Ablehnung von Segnung oder Trauung gleichgeschlechtlicher Paare eintreten? Wie auch immer, über die Wahrheit und Gültigkeit des Wortes Gottes wird nicht abgestimmt. In jedem Fall gilt: Beten! Beten! Beten!

 

Ulrich Parzany