Lieben statt absegnen

26.09.2016   

lieben-statt-absegnenEin aktuelles Wort an solche, die in der württembergischen Landeskirche
mit Ernst Christen sein wollen

1.
Unter dem Namen „Initiative Regenbogen“ haben sich im Juli dieses Jahres 16 Kirchengemeinden der württembergischen Landeskirche an die Kirchenleitung gewandt mit der Forderung, die gottesdienstliche Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren sowie das Zusammenleben von solchen Paaren im Pfarrhaus zu ermöglichen. Diese Forderung ist nicht neu. Sie wurde bereits eingehend diskutiert. Nach der gültigen kirchlichen Ordnung ist das Geforderte nicht möglich.

2.
Wir, der Vorstand der Pfarrerarbeitsgemeinschaft Confessio e.V., möchten unser Befremden ausdrücken über diese neue Strategie, eine Position im Widerspruch zu Bibel, Bekenntnis und Kirchenordnung zu etablieren. Wir sprechen uns gegen eine derartige Vereinnahmung von Kirchengemeinden aus, die dazu berufen sind, die Einheit im apostolischen Glauben zu bewahren (Eph 4,3-6). So werden Gemeindeglieder, die von der falschen Mehrheitsentscheidung abweichen, nicht ernst genommen.

3.
Was durch Gottes Offenbarung als Sünde definiert ist, kann niemals durch menschlichen Widerspruch zur Normalität erklärt werden. Gleichgeschlechtliches, leibliches Zusammenkommen ist unserem lebendigen, heiligen Gott ein „Greuel“ (3.Mose 18,22); eine Verkehrung (Perversion) des Gottgeschaffenen und Natürlichen ins Widernatürliche und Gottwidrige (Römer 1,26f).

4.
Es ist keine Liebe gegenüber Mitchristen mit gleichgeschlechtlichen Empfindungen, sondern im Gegenteil tiefe Lieblosigkeit, sie z.B. durch Segnungsgottesdienste und andere neue Ordnungen gegen Gottes Willen in einer verkehrten Lebenspraxis zu bestärken. „Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem Herzen, sondern du sollst deinen Nächsten zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich lädst.“ (3.Mose 19,17) Verkündigung und Seelsorge im Geist von Jesus und seinen Aposteln rufen zur Umkehr, sprechen Vergebung zu und leiten zu einem Leben an, das sich ganz der Gnade verdankt und
gleichzeitig den zu echter Menschenwürde befreienden Willen Gottes ernst nimmt (1.Kor 6,9-11).

5.
Wir wollen uns gegenseitig an unsere Aufgabe erinnern, in unseren Gemeinden in diesem Sinne offen zu sein für Mitmenschen mit gleichgeschlechtlichen Neigungen und ihnen auf vielfältige Weise die Liebe Gottes nahezubringen.

6.
Wir wollen uns gegenseitig darin bestärken, der Demontage des kristallklaren Wortes Gottes und der Deformation der Kirche der Reformation im Jahr 2016 noch viel mutiger zu wehren.
im September 2016

Pfr. Dr. Tobias Eißler, Ostfildern-Ruit,
für den Vorstand von Confessio e.V., Arbeitsgemeinschaft von Pfarrerinnen und Pfarrern
in Württemberg www.confessio-wue.de