Homosexualität, Redefreiheit und die Evangelikalen

14.03.2020   

Jan Klein hat die öffentliche Kontroverse nach dem Studientag des Netzwerks Bibel und Bekenntnis (16.11.2019) in der Hammerhütte, Siegen, untersucht. Wir veröffentlichen hier die vom Verfasser selbst angefertigte deutsche Übersetzung des Aufsatzes, den Jan Klein auf Englisch für den Kurs „Free Speech on Campus: An American Debate“ (Dozent: Univ.-Prof. Dr. Daniel Stein) an der Universität Siegen geschrieben hat.  Jan Klein studiert Geschichte und Englisch auf Lehramt für Gymnasium und Gesamtschule

Worum geht es? Jan Klein schreibt:

Der Fall Hammerhütte kann auf mindestens zwei grundlegenden Ebenen Lektionen für die Debatte über Redefreiheit lehren: Erstens die fundamentale Bedeutung der Faktenprüfung. Zweitens, im Kern der Sache, das moralische Dilemma bei der „Grenzziehung“ darüber, was akzeptable Rede ist und was nicht. Dieser Fall bietet eine neue Perspektive auf das komplexe Konzept der Redefreiheit. Denn die im November 2019 geführte Debatte verdeutlicht den Reibungspunkt zwischen der Rolle der Religion und speziell des christlichen Glaubens als Maßstab für Moral auf der einen Seite, und einer säkularen Gesellschaft, die ihre moralischen Normen nicht aus der religiösen Autorität ableitet, auf der anderen Seite.“

Jan Klein zeigt, dass für eine sachlich geführte Debatte beide Seiten die weltanschaulichen Denkvoraussetzungen ihrer ethischen Urteile offenlegen müssen. Er beschreibt am Beispiel der Kontroverse in Siegen die Folgen, wenn eine Seite das nicht tut.